ABS

Aktualisiert: 4. Dez 2019

Hinter PLA als meistgenutzte Filament kommt ABS. Während das PLA bei fast allen Hersteller ähnliche Qualität aufweist, ist das ABS bezüglich der Qualitäten und Eigenschaften extremst verschieden. Warum es nicht unsere erste Wahl ist, kannst du unten lesen.




Eigenschaften


ABS hat eine höhere Festigkeit und ist wärmebeständiger als PLA. Daher gut geeignet für beanspruchte Teile und solche die Wärme ausgesetzt sind. Jedoch nur, wenn es richtig gedruckt wird und die schichten gut aufeinander haften. Falsch gedruckte ABS Modelle sind um einiges Schwächer als PLA. ABS ist nicht sehr heikel mit feuchter Luft, man sollte jedoch bei längerem nicht Gebrauch das ABS verschliessen. ABS ist nicht UV-Resistent.




Drucken


ABS verzieht sich beim Drucken sehr. Das heisst, der Kunststoff zieht sich zusammen und wird kleiner. Dies geschieht oft bei zu schneller Abkühlung. Ohne eine geschlossene Kammer, ein beheiztes Bett und abgeschaltete Lüfter ist ABS fast nicht zu drucken. Das Heizbett braucht 105°C. In der geschlossenen Kammer herrscht dann optimaler weise ca. 40°C. Ohne brauchst du höhere Temperaturen bis über 120°, dies lässt jedoch die unteren Layer schichten verlaufen.


Temperatur: Standardmässig kannst du mit 240° sehr gute Resultate erreichen. Gewisse ABS können ihre beste Temperatur aber auch bei 210 bis 260° haben. Hier darfst du nicht vergessen, dass alle Drucker unterschiedlich genau ihre Temperatur messen. 240° bei einem Drucker ist nicht auch gleich 240° beim anderen Drucker.

ABS kannst du wegen dem langsameren Schmelzvorgang nicht ganz so schnell drucken, jedoch sind 60mm/s gut machbar. Vergiss aber nicht: Grundsätzlich ist es immer so, je langsamer du druckst, desto schöner werden deine Modelle. Also versuche es nächstes Mal doch mit 40mm/s...


Beim Drucken mit ABS werden Dämpfe frei. Diese sind nicht hochgefährlich, aber sollten nicht regelmässig eingeatmet werden. Bleibe deswegen nicht im gleichen Raum während des Druckens. Lüfte sicher während oder nach dem Druck den Raum.



Bearbeitung

ABS kannst du gut bohren, fräsen, schleifen, sägen, schneiden oder feilen. Dazu geeignet sind grundsätzlich alle Werkzeuge, welche auch für Metall gebraucht werden. (Zum Beispiel  Bohrer, Feile, Säge etc.)

ABS hat auch den grossen Vorteil, dass du mit Aceton die teile auch zusammenschweissen und "smoothen" kannst. Beim "ABS smoothing" werden die sichtbaren Schichten geglättet.

ABS kannst du auch gut bemalen/besprayen. Für das perfekte Resultat nimmst du zuerst eine Grundierung und sprayst danach mit einer handelsüblichen Spraydose darüber. Oft reicht es auch direkt mit der Spraydose.



Warum mögen wir ABS nicht?

ABS ist ein bekannter Kunststoff im Spritzgiessen wie für Legos und andere Verfahren. Es wurde nicht konstruiert, um Filament herzustellen. Dank neuen Material können wir bessere Eigenschaften in anderen Filamenten finden, die einfacher zu drucken sind. Hierzu gehört PETG und ASA. Wir brauchen PETG und ASA als gleichwertige Alternative zu ABS. Übrigens ist ASA wie auch HIPS eine Weiterentwicklung von ABS. Und ASA ist auch noch UV-Resistent.


Eigenschaften zusammengefast:

Festigkeit: Hoch

Flexibilität: Medium

Haltbarkeit: Hoch

Schwierigkeitsgrad: Medium

Drucktemperatur: 210 – 250 °C

Druckbett-Temperatur: 80 – 110 °C

Schrumpf- und Verzugsverhalten: Erheblich

Löslich: In Ester, Ketonen und Aceton

Lebensmittelecht: Nein

Temperaturbeständig: 100-110°C

UV-Resistent: Nein




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